• Birte Stehle

Loslassen und Vertrauen lernen

Aktualisiert: 19. Okt 2019


Gib endlich den verträumten Gedanken auf, du könntest dein Leben mit deinem Verstand meistern. Hey, du willst mit dem Kopf durch die Wand, das ist schmerzhaft! Ich weiß, du glaubst alles unter Kontrolle zu haben. Und du rackerst dich auch richtig dafür ab, diese Kontrolle aufrecht zu erhalten. Machst Pläne, schreibst Listen, betreibst interne Qualitätskontrolle und kannst stolz entgegnen: Schau hier, ich habe alles geschafft.

Nur: Wie geht es dir eigentlich? Wie oft fühlst du dich erschöpft, müde, kraftlos? Wie oft gestehst du dir ehrlich ein, dass es schwer ist, dass dein Leben anstrengend ist? Wie oft spürst du in dir das Gefühl, dass es anders sein könnte?

Was wäre, wenn du "müssen" aus deinem Leben streichen könntest? Es geht nicht darum, weiter, schneller, besser oder reicher zu werden. Es geht nicht darum, dass Du das alles alleine schaffen sollst. Und überhaupt: Was "musst" du eigentlich schaffen? Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du nur dann auf Probleme stößt, wenn du mit deinem Kopf durch die Wand willst und nach deinem Eigenwillen handelst?

Damit ist und bleibt es eine Sackgasse, denn die Lösung ist bereits vorprogrammiert und du kommst auf diesem Weg nicht weiter, der Kopf kann dir ja nur sagen, was er im Kopf hat. Für mich pure Zeitverschwendung! Während du also im Kopf dein Leben planst, kontrollierst und deinen Ängsten aus dem Weg gehst, verpaßt du das, was alles möglich wäre.

Bist du hingegen bereit, und das bist du, wenn du gerade in deinem Leben so richtig die Nase voll von allem hast, dann atme einmal tief durch und lass dir zeigen, wo es wirklich entlang geht. Nein, nicht von mir, das darfst du ganz alleine machen:

Lass die Idee, dein Leben kontrollieren zu "müssen" bitte jetzt los. Entscheide dich dazu jetzt. Alles was du dafür brauchst ist aus dem Kopf heraus und in den Körper hinein zu gehen. Häufig kommt daraufhin das Gefühl der Angst hoch. Angst loszulassen mag sich im ersten Moment sehr bedrohlich für dich anfühlen. Angst ist eine Illusion und steht deiner Courage entgegen. Und deshalb kannst du Angst wunderbar als Freund ernennen, denn du hast nur Angst vor etwas und niemals Angst in etwas. Das macht deutlich, warum Angst eine Illusion ist, denn wenn du Angst vor etwas hast, malst du dir gerade lediglich aus, was wäre wenn und dazu holt dein Bewusstsein sämtliche bereits erlebten Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein zu Rate und holt sich Tipps. Leider entstammen diese Tipps alle, ich meine wirklich alle, der Vergangenheit und schließen eine neue Lösung aus. Schade.

Suche dir in deinem Leben ein Thema, was dir schwerfällt, was sich wie Enge anfühlt, was dich zum Zittern bringt, was dir Bauchweh macht oder wie auch immer du körperlich reagierst. Und dann geh auf diese Angst zu, lass sie zu. Mache etwas ganz anderes als du gewohnt bist zu tun.

Wenn du Angst vor der Dunkelheit hast, mache einen Sparziergang im Dunkeln.

Wenn du Angst vor vielen Menschen hast, gehe auf den Wochenenmarkt, in die Oper oder in eine andere Menge, die du bisher ablehnst.

Wenn du Angst vor Spinnen hast, suche eine in deinem Haus und bringe sie raus.

Du siehst schon, es muss nichts großes sein, wichtig ist, damit zu beginnen kleine Schritte aus deinem gewohnten Verhalten herauszutreten. Ist dir das gelungen, feier dich. Denn dann ist es nicht mehr weit, auch dein MÜSSEN abzulegen. Du hast dich gegen deinen Kopf entschieden, hast deine Angst überwunden und damit steht dir Großes bevor, freu dich drauf!

In Liebe,

Deine Birte


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